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| Sebastian, ich habe dich gewarnt. Du kannst zwar sonst nichts, aber dass der Wecker nicht abgeht, das hast du wieder einmal zusammengebracht, eine ganz eine tolle Leistung, bravo. Ich rufe jetzt beim Dr. Klein auf der Station an. Der wird schon einen Platz für dich freihaben. Du weißt, was die Frau Dr. Just gesagt hat! Wenn das Depotum nicht mehr hilft ... gib dieses grausliche Heftl her! Wie deine Tuchent ausschaut, Schweindl du. Geh aus dem Bett heraus, steh jetzt endlich auf! Brauchst mir gar nicht vorweinen! Du-ziehst-dich-an-und-setzt-deinen-Sturzhelm-auf! Eins sag ich dir: vom Franzi kannst du dir was abpausen. Weißt du, wie sie zum Franzi in der Werkstätte sagen: Herr Holzerbauer! Dabei ist der zehn Jahre jünger als du! Nein, kommt gar nicht in Frage. In die Klinik kommst du und bleibst dort solange, bis du wieder richtig eingestellt bist. Komm mir doch nicht immer mit diesen Ausreden. Die Schwester Isabella hat nichts gegen dich! In der Klinik kann man halt nicht ewig duschen, da bist du ja nicht allein. Die Schwester Isabella will dir nur helfen - so wie ich und die Frau Hünek und der Dr. Klein und alle anderen auch! Und jetzt schau, dass du fertig wirst.
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| Old bone to chew around on.
I wouldn't assume things. I wouldn't trust those people either, nor would I leave them anything. The responsible persons did their job. Did they? I'm just thinking about what I would do then. I wouldn't steal a golden wristwatch and a bag full of coins, then go to subway and give the whole load to some unknown dealers. What does "black drugdealers" mean at all? I mean, don't such people look all the same, do they? Maybe I would accept: some stuff had been bought, for the monkey, but I do not believe in such a stupid kind of deal. I wouldn't trust unknown people, I wouldn't give them a pretty golden wristwatch and a bag full of historical coins for a lousy gram of heroine and another lousy gram of cocaine. I say I wouldn't. Because I am forever convinced that burglary didn't happen by coincidence. The person knew what to look for and the doorlock was just too easy to crack. Maybe the burglar would think: "This isn't even a crime, taking things from someone who'll commit suicide." Neither the wristwatch had been purchased illegaly nor had the coins. Facts that could have been proven. The watch was a yellow-gold Helvetia, early sixties, I'd imagine 1961, year of my birth. The luminous dial was white. The watchband was a yellow-gold handcraft, fine golden wattlework, a unicate. It had a slight little damage. I would leave the watch to someone I love. Just let me know. Or send me the pawn ticket.
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| "Mein Name ist Reiterer Peter. Ich hatte viele Jahre lang eine Hausmeisterei, eine echt gute Hausmeisterei - Neue Heimstatt Wohnbaugenossenschaft, 8 Stiegen, bis die da oben das abgeschafft haben, warum weiß ich nicht. Ich hab immer lachen müssen über die Leute, die gemeint haben, ein Hausmeister is blöd. Ich hab oft mit der Romy durchgepudert, die ganze Nacht, bis einmal das Bett zusammengekracht ist und mein Kranzl war immer ganz wund. Richtig chronisch war das schon. Dann haben wir am Fensterbankl eine Gitanes geraucht und uns abgehaut über die Leute, die in der Früh haben arbeiten gehen müssen. Die Romy hat nur einen hauchdünnen Bäha angehabt und ich gar nichts, weil für meine Peckerln hab ich mich nie genieren müssen. Schaun's! Dieser Supermann is' vom Tschiko. Der Boberl vom Fredl. Totenkopf hab ich selber gemacht, vorm Rasierspiegel ... der nimmt für Sie den Hut ab. Der Romy hat das getaugt, wenn der Dr. Ebner ihre Dutteln gesehn hat, weil der hat Stielaugen gekriegt, und den Hut gezogen, ganz höflich, und hat gesagt: "Ein Tag, der mit dem Fräulein Romy beginnt, kann nur ein guter Tag sein. Schönen guten Morgen, Fräulein Romy. Tag, Reiterer." Der hat nämlich Respekt gehabt vor mir, weil der hat gegenübergewohnt im ersten Stock und hat in der Nacht mit dem Feldstecher herübergespechtelt, die alte Sau. Die Romy hat mir die Eier gekräult und ich hab gespürt, gleich isses wieder soweit. Eine Super-Zeit war das damals, besonders der Sommer war immer urleiwand. Ich im Hof, eine abgeschnittene Jeans an, mei Che Guevara-T-Shirt, Töffler, mit dem Laubrechen Gitarre gespielt wie der Jimi Hendrix, die Vögel haben gesungen am Vormittag, die Kinder haben gelacht, so richtig sonnig war das. Die Romy ist mit der Kleinen in den Kindergarten und nachher gleich in die Apo. Am Abend sind meistens die Jungen gekommen und wollten was kaufen, haben wir zusammen was geraucht und die Rolling Stones gehört oder die Led Zeppelin. Wenn die Kleine nebenan nicht hat schlafen können, hat ihr die Romy Para auf den Zutzel gegeben, zwei, drei Tropfen nur, das Kind war ruhig und hat geschlafen die ganze Nacht. Nichts hats ihr ausgemacht, mit einem Lehrer ist sie jetzt zusammen, und im fünften Monat schwanger, die is blitzgescheit und fesch auch, wie die Romy wie sie jung war schaut sie aus - mein Kind ist das halt. Es kommt eben nur auf die richtige Dosis an, hab ich immer gesagt und sag ich heute noch. Die Jungen waren eigentlich leiwand, wie eine richtige Familie sind wir da oft zusammengesessen, haben geraucht, ein bisserl geplauscht. G'schaut habens wie die Kinderl zu Weihnachten, wenn die Romy im Negligé lässig auf der Couch eingeparkt war und beim Nägelläckieren die Beine übereinandergeschlagen hat. Manchmal habe ich Codis mit ein bisserl Nembutal als M verkauft, weil immer welche unbedingt probieren wollten, die Romy wollts eh nicht, aber dafür haben wir dann ganz genau aufgepasst, und wenn es einen umgeprackt hat, haben wir ihn auf die Couch gelegt und die Romy hat Puls gemesssen und ich hab ihm den Spiegel vor die Nase gehalten, daß ja nichts passieren kann. Den haben wir erst gehen lassen, wenn er wieder tipptopp da war. Die achtziger Jahr waren teilweise auch noch leiwand, obwohl ich damals oft gekracht hab'. Die Captas waren aus, und dann die Anten ... na ja ... ein Sacherl, Tee ... dann hat die Romy müssen die ganze Arbeit machen, Stiegen herunterwaschen, Fenster putzen und mit den alten Parteien tratschen. Ich hätte das nämlich nicht gepackt, so wie ich damals oft beinander war. Ich persönlich glaube schon, dass da was war mit dem Dr. Ebner, weil die Romy oft für zwei, drei Stunden verschwunden war und sie war eigentlich immer nur gut drauf, hat nie krachen müssen, und die Kleine hat jeden Monat von ihr ein schönes neues Gewand bekommen. Kinderkleidung ist nämlich nicht billig. Aber die Romy hat immer gesagt, geh, du hast doch die Paranoia von den Pulvern. Sie war schon eine leiwande Alte, so richtig böse habe ich ihr nie sein können. Warum sie ausgerechnet mit dem Hawi weggegangen ist, weiß ich nicht, wahrscheinlich wegen seiner Keusche im Burgenland, Bezirk Güssing, wo die Gelbfüßigen zuhause sind mit dem Uhudler. Daß sie die Kleine mitgenommen hat - ich wollt' nicht so sein. Ich habe sie halt geliebt, die Romy. Ich würde heute sofort wieder eine Hausmeisterei nehmen, mir ist das immer noch egal, was die Leute sagen. Eine Alte hätte ich auch gern wieder, na ja, wissen sie, die Zähnd ... und schauen sie her, dieser Bauch. Aber pudern kann ich heute noch als wie, nach zwei, drei Viertel Rot ... dann küss' ich ihre Hand, Madame, wie einst im Mai. Ich hab halt jetzt die kleine Garconniere, einen Gasherd, eine Dusche, Wandverbau vom Ikea hab ich selber aufgestellt, Klo ist extra. Das ist mein Bildungszimmer, sage ich immer, weil dort les' ich die Fersehzeitung und die News. Playboy kauf ich mir auch manchmal. Herausschwitzen kann ichs ja nicht. Die Kleine und ihr Lehrer, die haben Internet, da gibt's auch Musik und Porno, aber ehrlich - ich versteh's nicht, da bin schon zu blöd dafür. Wir haben damals gehabt eine ordentliche Anlage, Bassreflexboxen - solche Wummer gibt's heute gar nicht mehr, weil alles schon digital ist - und einen kleinen Farbfernseher, aus. Heute habe ich den Video und das Scheißhandy, brauchs eigentlich eh fast nie. Bin schon froh, wenn ich damit zurecht komme. Notstand ist schon wenig, viel kann ich mir nicht leisten ... eigentlich gar nichts. Vielleicht kommen ja die Roten wieder und ich find noch einmal eine Hausmeisterei. Aber, sicher is sicher, ich hab eh schon angesucht um die Renten. Bei meiner chronischen Hepatitis. Schatten auf der Lungen ...hörn's? Vergeßlich werd' ich auch schon. Brauchen tu ich ja fast nix. Essen wärme ich mir selber. Gehen tu ich mit Jeans, T-Shirt und Lederhaut, im Winter auch. Die Cowboy-Boots hat mir meine Kleine geschenkt. Krokodilleder. Aus Miami. Nach so vielen Jahren ... was hab ich da noch für Chancen? Aber dann zeig ich denen diesen hier. Genau so."
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| Aus einem Leben.
"Wenn ich ab und an mal unter normale Leute kam, hätte ich jene, die mich "Was machst du denn beruflich?" fragten, am liebsten auf der Stelle erwürgt. Eine hermlose Smalltalkfrage als peinliche Bananenschale am gepflegten bürgerlichen Parkett, der es um jeden Preis auszuweichen galt. Ein paar Augenblicke des Schweigens - und dann eine aus heiserer Kehle gewürgte Improvisation wie: „Ich jobbe gerade bei der Post, Aushilfe. Möchte in die Umweltbranche.“ Was tiefer, im Magen gärte und brodelte, aber jedenfalls unten bleiben mußte, hätte ungefähr so lauten können: „Beruf? Was meinst du eigentlich? Ich bin in Wahrheit nur hier, um mich wieder einmal ordentlich mit leckeren Brötchen vollzustopfen und soviel Sekt und Wein zu trinken, bis es mir beinahe Spaß macht, mit wildfremden Schnöseln ein scheinheiliges pseudogebildetes Gesellschaftsgespräch zu führen." Außerdem habe ich gerade den Badezimmerschrank geplündert und warte darauf, daß die Wirkung des kodeinhältigen Hustensafts und eurer Prüfungs-Beruhigungspillen einsetzt. Dann werde ich die schöne neue Lederjacke dort auf der Garderobe, die jetzt noch nicht mir gehört, anziehen und mich äußerst diskret wieder empfehlen." Ich kam zu jener Zeit selten mit Leuten zusammen, die es anders machten. Im Gegenteil - wenn ich später dicht bis in die Pupille bei meinen Bekannten abhing, war es besser, wenn ich die neue Lederhaut am Leibe behielt, um nicht am nächsten Morgen einen speckigen Parka anziehen zu müssen, den mir ein Freund dagelassen hatte." | | |
| Das ist eine sehr schöne Homepage, schöner als die von der Kronen-Zeitung. Ich habe jetzt auch eine Homepage: http://members.chello.at/catcam Die Ärzte und Therapeuten sagen, das sieht schon sehr gut aus. Sogar der Oberarzt Dr. Zwrkzwa hat mich sehr gelobt. Ich freue mich immer über Eintragungen in das Gästebuch. Danke meinem Bewährungshelfer Herrn Kuehdai vom Liberalen Forum. Danke auch den tüchtigen Vorgesetzten in den Göhrigwerken und alles Gute für meinen armen Freund Alf. Und schönen Gruss und Kuss für die Frau Assl. Sebastian Holzerbauer
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